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Mit Make Up kann man (kein) Geld verdienen!

Aktualisiert: 15. Mai


Einmal bitte die Hand heben, wer sich diesen Satz schon anhören durfte!

Ich glaube es gibt niemanden in unserer Branche, der sich nicht der Meinung anderer aussetzen musste - meist negativer Natur đŸ€ź

Und ich sage: Du kannst sehr wohl Geld mit dem Schminken anderer verdienen!


Meine eigenen AnfÀnge als MUA

Werfen wir mal einen kurzen Blick auf meine AnfĂ€nge: Mein Mann hat ĂŒberhaupt nicht an mein Vorhaben Make Up Artist werden zu wollen geglaubt und auch mein Umfeld guckte mich einfach nur mit großen Augen an: 'Aber Du hast doch Abi gemacht und jetzt willst Du andere Schminken?!' Dabei klangt das Wort Schminken immer so, als wĂ€re das etwas, was unter meiner WĂŒrde wĂ€re - als wĂ€re ich Prinzessin und wollte jetzt einen BĂŒrgerlichen heiraten, I mean, geht gar nicht! 🙈


Und heute?! Heute bekomm ich zu hören 'Also ich wusste es ja immer! Melanie Du warst schon als Kind total kreativ, es war ja klar, dass Du solch einen Beruf ergreifst.' Bitte was?!


Die neue Berufssparte Make Up Artist / Brautstylist:in - die gar nicht so neu ist


Aber von vorne... Erstmal ist der Beruf der Make Up Artist/ Brautstylist:in ein Beruf wie jeder andere. Seit Max Factor Anfang des 20.Jahrhundert Make Up fĂŒr die breite Öffentlichkeit geschaffen hat, ist es nicht mehr wegzudenken aus unseren Badezimmern und Schminktischchen. Okay, ich gebe zu, wir in Deutschland sind absolute SpĂ€tzĂŒnder, aber auch wir tauen laaaaangsam aber sicher auf *halleluja*


Aus diesem Grund, war der Beruf hier bei uns lange Zeit auch vollkommen unsichtbar. Es gab sie die Make Up Artists, aber es war eine fĂŒr viele vollkommen neue Berufssparte und wenn man gesagt hat, 'Ich bin Make Up Artist' dann waren die Leute der Meinung, man wĂŒrde MĂ€nner fĂŒr die Kamera abpudern. Und weil unsere Berufssparte so neu ist und Menschen gegenĂŒber Neuheiten skeptisch sind, trifft man vielerorts auf negative Meinungen - dann ist es unsere Aufgabe AufklĂ€rungsarbeit zu leisten, Beweise zu liefern, dass dem nicht so ist. Ein leidiges Unterfangen, was viele davon abschreckt diesen 'Traum vom Make Up Artist' in die Tat umzusetzen. Das wĂŒrde bedeuten sich gegen die Meinung der Familie, Freunde, Bekannte, vermutlich aber auch die eigene Unsicherheit aufzulehnen - ein Schritt ins Ungewisse und wer will das schon?!


Jetzt komme ich und sage: Du kannst sehr wohl Geld mit Schminken verdienen!

Social Media macht's möglich


Social Media macht's möglich! Nicht das man durch Social Media als Brautstylist:in Geld verdienen wĂŒrde - obwohl indirekt schon - aber was viel wichtiger ist, die Menschen wissen das es uns gibt! Wir sind seit ganz wenigen Jahren immer prĂ€senter, wir 'verkaufen' uns viel besser, wir sind DA! Die Menschen wissen immer mehr das es uns gibt - der Hashtag #brautstyling hat 176 Tausend BeitrĂ€ge, der Begriff #makeupartist 117 Tausend #makeupartistworldwide sogar 9,3Millionen đŸ˜±

Unser Beruf rĂŒckt damit ins Scheinwerferlicht - endlich - und durch Arbeiten dieser vielen tollen Kolleg:innen, die es jetzt schon gibt, wird immer deutlicher, das es möglich ist. Gucken wir uns doch mal die USA oder Großbritannien an, aber auch die östlichen LĂ€nder, dort haben Make Up Artists und Brautstylist:innen schon lange einen viel höheren Stellenwert, als hier bei uns. Frauen holen sich nicht nur eine Make Up Artist zur Hochzeit, sondern auch fĂŒr Fotoshootings, private Feiern, Geburtstage, etc. weil Make Up und Schönheit dort zelebriert werden (und nicht wie in den Köpfen mancher Menschen hier bei uns, zu kĂŒnstlich, zu viel, zu unnatĂŒrlich... ist).


Weil aber auch wir immer sichtbarer werden und unsere Ergebnisse mittlerweile ein so hohes QualitĂ€tsniveau aufweisen, wĂ€chst die Nachfrage stetig! Unsere Kund:innen wĂŒnschen sich eine professionelle Brautstylist:in/ Make Up Artist an ihrer Seite, sie gucken sich genau unsere Arbeiten an, vergleichen und geben am Ende gerne Geld fĂŒr ein Styling aus, dessen Bilder sie auch in 20 Jahren noch gerne ansehen, weil sie on Point aussehen.

Ich habe zum Beispiel in diesem Jahr fĂŒr den 11.06. 15 Anfragen fĂŒr Brautstylings bekommen, fĂŒr einen Tag! Das schaff ich (natĂŒrlich) nicht und ich weiß gleichzeitig, das meine Kolleg:innen meist auch schon ziemlich frĂŒh an den Freitagen und Samstagen ausgebucht sind und auch nur bedingt meine Weiterleitungen annehmen können. Und was dann? Ich muss 14 BrĂ€uten absagen, weil ich (persönlich) nur 1 Braut pro Tag annehme. Selbst wenn ich zwei annehmen wĂŒrde, stĂŒnden immer noch 13 ohne da!


Wo seid ihr, die gut ausgebildeten Make Up Artists?


Der Gedanke es gÀbe schon so viele von uns und wenn wir jetzt eine Ausbildung zur MUA machen, sind wir die eine, die zu viel ist und keine Jobs mehr bekommt, ist also ein absoluter Trugschluss. Es ist eher so, dass ich oftmals denke: Wo seid ihr, die gut ausgebildeten MUAs???

Ich zum Beispiel verweise hier bei mir in der Region meist nur auf Kolleg:innen, bei denen ich weiß das sie sich regelmĂ€ĂŸig fortbilden, dass sie modern arbeiten und immer up to Date sind. Kolleg:innen hingegen, die vor x Jahren mal einen Workshop gemacht haben und nicht gut ausgebildet sind, erhalten von mir keine Empfehlung - klingt hart?! Ist aber so, schließlich steht ja auch mein Name dahinter, wenn ich Weiterempfehlungen mache đŸ€·đŸŒâ€â™€ïž


Viele meinen, da wo eine Brautstylist:in/ Make Up Artist ist, kann sich keine weitere mehr niederlassen, da gibts nichts mehr und damit eben auch kein Geld. Richtig?! Und auch bei diesem vermeintlichen Argument sage ich: Genau das stimmt aber eben nicht! Zum einen sind die wenigsten hauptberuflich als Brautstylist:innen unterwegs, oftmals wird unser Beruf ja in den AnfĂ€ngen nebenberuflich ausgeĂŒbt und jedes Wochenende, neben dem Job eine Braut, ist einfach gar nicht möglich. Dann gibt es die, die Kosmetiker:innen/ Friseur:innen sind und BrĂ€ute z.B. auch nur machen können, wenn es das HauptgeschĂ€ft zulĂ€sst. Oder diejenigen, die gar nicht erst im Bereich Brautstyling beginnen, sondern in den eCommerce Bereich oder ins TV Business gehen oder die Ausbildung nur fĂŒr sich machen (ja, gibt es!). Nicht ohne Grund werden ganze Teams gebildet, wobei es dann immer die gibt, die sich aus dem Team lösen, weil sie auch ohne Team irgendwann ausreichend Kund:innen haben.


Wir stecken gerade noch in den Kinderschuhen...


Der Markt wĂ€chst! Er ist noch lange nicht ausgeschöpft, es ist eher so, dass er ist gerade noch in den Kinderschuhen steckt und wir StĂŒck fĂŒr StĂŒck mehr Bewusstsein fĂŒr diesen so besonderen Beruf schaffen. Wenn ich ĂŒberlege, was sich in den letzten 10 Jahren getan hat, seit ich MUA bin, ist einfach der Wahnsinn und ich kann es gar nicht erwarten mitzuerleben, wo die Reise noch hingeht.


Es ist also weniger eine Frage, ob es möglich ist, sondern was wir machen mĂŒssen, um es möglich zu machen...

Wie sind Deine Gedanken zu dem Thema?







‌ P.s. Sei auch Du dabei, wenn es wieder heißt #VomMakeupLaienzurMakeupArtistQueen







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